Zu teuer oder zu günstig? Kluge Vermietungsstrategien entwickeln

Lesezeit 2 Minuten Lesezeit Vom Mietpreis bis zur Vermarktung – Faktoren, die Sie bei Ihrer Vermietungsstrategie berücksichtigen sollten.

10.12.2022
Eigentum
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Viele Immobilieneigentümer wissen anfangs gar nicht, wie schwierig es ist, eine Wohnung gewinnbringend zu vermieten. Denn viele kostenintensive Faktoren wie Leerstand, Vermarktungs- oder Sanierungskosten werden oft unzureichend berücksichtigt. Wir verraten Ihnen, wie Sie teure Fehler vermeiden können.

Eine kleine Immobilie als Altersvorsorge oder als sichere Anlage für schlechte Zeiten – zur Sicherung des Vermögens ist dies eine beliebte Option. Solange man keinen Eigenbedarf hat, wird dann ganz einfach vermietet. Doch leidgeprüfte Vermieter wissen, so einfach ist das gar nicht. Denn diese 5 teure Faktoren drücken die Umsätze des Mieteinnahmen-Kontos und kosten oft Zeit und Nerven:

  1. Mietausfall
  2. Kosten der Vermarktung
  3. Leerstand
  4. Abnutzungs- und Sanierungskosten
  5. Transaktionskosten beim Mieterwechsel

Doch wie wirken sich diese Faktoren in der Praxis aus? 

Ein Beispiel: Eine Mietwohnung soll um 1.200 Euro vermietet werden. Für diese Wohnung beträgt die durchschnittliche Vermarktungsdauer drei Monate. 

Vermarktungskosten

In Zukunft gilt bei der Bestellung eines Maklers das Bestellerprinzip und mit dem Leerstand der Wohnung (3.600 Euro) bezahlen Sie auch noch Maklergebühren für diesen Zeitraum.

Leerstand

Obwohl der Vermieter die Miete, sofern diese nicht dem Richtwertmietzins unterliegt, um 10 Prozent erhöhen darf – in unserem Fall wären das 120 Euro mehr pro Monatsmiete, also insgesamt 1.320 Euro – würde es viele Monate dauern, um die verursachten Kosten des Leerstands und der Vermarktung durch neue Mieteinnahmen wieder einzubringen.  

Abnutzungs- und Transaktionskosten

Tatsächlich sieht die Rechnung sogar noch schlechter aus, wenn nach dem Auszug Ihres letzten Mieters Sanierungen notwendig sind. Für einen Mieterwechsel müssen daher auch noch weitere Abnutzungs- und Transaktionskosten eingerechnet werden. 

Hinzu kommt ein weiterer wesentlicher Faktor, der selten mitbedacht wird oder manchen Eigentümern gar nicht bekannt ist: Die durchschnittliche Vermarktungsdauer verlängert sich mit der Höhe der Miete, gleichzeitig sinkt aber die durchschnittliche Mietdauer. Das heißt: Je höher die Miete, desto länger die Vermarktungsdauer und desto kürzer die Mietdauer. Und die teuren Kosten eines Mieterwechsels – Leerstand, Vermarktungskosten, Abnutzungs- und Transaktionskosten – leeren schon wieder die Mieteinnahmen-Kassa. 

Vermietungsstrategien: Teurer oder günstiger anbieten?
Welche Faktoren sollten Ihre Vermietungsstrategie beeinflussen? Bild: Pexels: Mikhail Nilov

Vermietungsstrategien – rentabel vermieten 

Beachten Sie daher folgende Punkte bei der Vermietung Ihrer Immobilie:

  • Senken Sie die Vermarktungsdauer und -kosten auf ein Minimum. Können Sie Teile oder sogar die gesamte Vermarktung selbst übernehmen, zum Beispiel Exposé erstellen und auf Immobilienplattformen vermarkten etc.?
  • Wählen Sie den Mietzins so, dass die durchschnittlich längste Mietdauer erzielt wird. Das könnte zwar einen Kompromiss beim Mietpreis bedeuten, doch dieser macht sich mit einer längeren Mietdauer meist bezahlt. 
  • Kostenintensive Abnutzungs- und Transaktionskosten entstehen bei fast jedem Mieterwechsel, die durch häufige Neuvermietung öfter fällig werden. Eine hohe Mieterfluktuation drückt nicht nur Ihre Rendite, sondern erhöht auch den Leerstand Ihrer Wohnung. 

Eine gute Balance zwischen einem optimalen Angebotspreis und kostengünstiger Vermarktung sollte die Basis Ihrer Vermietungsstrategie bilden, die langfristig die höchste Rendite schafft. 

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